SPIELREGELN
1. JEDER ÜBERNIMMT DIE
VERANTWORTUNG...
FÜR
SICH SELBST,
FÜR
SEINEN LERNPROZESS UND
FÜR
SEIN WOHLBEFINDEN
d.h.:
Störungen anzeigen und Wünsche äussern
2. FÜR DIE
EIGENEN STANDPUNKTE
d.h.:
Ich-Aussagen statt „man“ und „wir“
3. FÜR DAS EIGENE
INTERESSE
d.h.: jede
Frage darf gestellt werden, keine muss
beantwortet werden
4. OFFENHEIT UND
VERSCHWIEGENHEIT
Jeder sollte so offen
sein wie möglich (Lernchance), aber
keiner sollte
gezwungen werden, über etwas zu reden,
worüber er nicht reden
will. Was von den Teilnehmern
eingebracht wird, wird
von allen vertraulich behandelt
und nicht nach aussen
getragen.
5. Ich bin damit
einverstanden, dass der Coach Interaktionen zum
Schutze der
Beteiligten unterbricht, bzw. er an die Fairness appelliert.
Ich halte mich an
seine entsprechenden Anweisungen.
Pat
Riley, ehemaliger Coach des erfolgreichen Basketballteams der „Los
Angeles Lakers“, bringt den Teamgedanken in dem Vorwort zu „Showtime,
Inside The Lakers’ Breakthroug Season“ auf den Punkt:
„Was immer es braucht, dass
das Team gewinnt, ich werde es tun.“
Führungscoaching
Eine
Fachperson sucht einen Coach auf, weil sie ihre Fähigkeiten und ihr
Wissen im Beruf besser einsetzen möchte. Dazu ist sie auf ein Gegenüber
angewiesen, das ihr mit Wertschätzung für ihre Kompetenz und ihre
Unsicherheit begegnet und sie in ihrem ganzheitlichen Lebensbezug sieht.
Vor allem in einer Zeit, wo uns die Globalisierung vor immer neue und
vor allem immer schneller zu treffende Entscheidungen stellt, scheint
eine grundsätzlich andere Auffassung von Führung gefragt zu sein, bei
welcher gerade auch die Führungskräfte in ihrer Arbeit unterstützt
werden müssen. Die globale Wirtschaftswelt verlangt heute von Managern,
dass sie vernetzt denken, Teamplayer, kompetente Fachspezialisten,
Ausbildner, Ansprechpartner, Integrationsfigur und Problemlöser sind:
ein wahrer Hochseilakt im Anforderungsprofil. Wie aber soll eine
Führungskraft alle diese Funktionen allein kompetent ausfüllen können?
Deshalb empfiehlt sich für eine/n Führungsverantwortliche(n) (oder:
Führungsperson/ oder Manager), ausserhalb des eigenen Umfeldes eine
sie/ihn coachende Bezugsperson zu haben. Menschen mit Führungsfunktionen
können ihre seelische und körperliche Integrität angesichts ihrer
vielfältigen Herausforderungen zudem eher bewahren, wenn sie ihre
persönlichen Ziele und Motive in der Arbeit und im Leben kennen und
regelmässig überprüfen sowie Konflikte zwischen Rolle und Person
unterscheiden können. Für ihre Aufgabe benötigen sie nebst einer
tieferen Einsicht in sich selbst, in Beziehungs- und in Gruppen- sowie
Teamdynamiken, fundierte Kenntnisse über die Eigenheiten von
Organisationen. Frühzeitig eingeleitete Coaching Prozesse helfen zudem
destruktive Konflikte verhindern oder erlauben zumindest die Bewältigung
von Konflikten in der Weise, dass möglichst alle befähigt (oder: positiv
oder: gewürdigt oder: gestärkt) daraus hervorgehen.
Angesichts des rasanten globalen Wandels bringt es somit herzlich wenig,
sich mit spezifischem Training auf bestimmte Situationen vorzubereiten.
Vielmehr braucht es immer wieder die Besinnung darauf, wie eigenes
Potential und das von Mitarbeitenden und Teams erkannt und weiter
entwickelt werden kann. Mittels geeigneten Vorgehensweisen wird also
versucht, die Leistungsfähigkeit zu erhalten und weiter zu entwickeln,
so dass sich die gemeinsamen Leistungen des ganzen Teams, was nicht zu
verwechseln ist mit mehr Aufwand und Stress, weiter nach oben bewegen
können, Dabei kann der Coach hilfreich sein, gerade wenn er zum
Loslassen ermutigt, zur Kreativität anregt und immer wieder auf folgende
Aspekte hinweist: Führen bedeutet nichts anderes, als Rahmenbedingungen
schaffen, in denen sich alle im Team und in der Organisation
best möglichst entfalten und zur Eigenmotivation finden können. Ausserdem
braucht eine Führungskraft nicht immer zu dominieren und brillieren.
Anerkennung geben, sich an den Resultaten erfreuen und die Ergebnisse
auch akzeptieren, fördert die Selbstorganisation und –motivation von
jedem einzelnen und von Teams.