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PETER HAAS-ACKERMANN
Oberer Graben 46
CH - 9000 St. Gallen
Tel.: 0041/(0)71 277 37 30
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Wie verläuft Burnout?

 

1. Phase = Entweder: Begeisterung und Idealismus für die Arbeit, die Kunden und die Firma. Oder: Übermässiger Einsatz für den Job aufgrund des schlechten Arbeitsmarktes oder aufgrund von Ängsten (vor Entlassung, vor Vorgesetzten, jüngeren Kolleg/-innen usw.). Diese Phase kann man auch mit Arbeitssucht beschreiben, weil die folgenden Phasen denen einer Sucht“karriere“ mit Alkohol ähneln, manchmal sogar in ihr enden.

 

Vor allem in der Anfangsphase sind die Übergänge zwischen starkem Engagement und einer möglichen Hyperaktivität, die zum krankmachenden Burnout führen kann, fliessend. Ständige freiwillige Mehrarbeit und ein Gefühl der Unentbehrlichkeit, der Eindruck, nie Zeit zu haben, sind Merkmale. Dabei werden oft eigene Bedürfnisse verleugnet, Misserfolge und Enttäuschungen verdrängt. Die sozialen Kontakte werden eingeschränkt.

 

2. Phase = Bedingt durch beginnende Erschöpfungsphasen: Gesundheitsstörungen, reduziertes Engagement für die Arbeit und für andere Kolleg/-innen, Leistungseinbrüche, ohne dass dies immer gleich offensichtlich werden muss.

 

3. Phase = Abbau der Leistungsfähigkeit, der Motivation und Kreativität durch körperliche Überanstrengung, seelische Störungen, Stress und die Folgen der sozialen Probleme mit Kolleg/-innen und/oder Kunden. Als psychosomatische Reaktionen treten ernsthafte Gesundheitsprobleme auf.

 

4. Phase = Verzweiflung, innere Leere, Gefühle der absoluten Sinnlosigkeit machen sich breit. Beruflich und privat sind keine Reserven mehr vorhanden. Es herrschen Desillusionierungen und persönliche Schuldzuweisungen anderen gegenüber vor. Die Hemmschwelle für Medikamente, Beruhigungsmittel oder Alkohol sinkt. Folgen können Konzentrations- und Gedächtnisschwäche sowie Desorganisation, Entscheidungsunfähigkeit und damit verringerte Produktivität sein. Aus vermeintlichem Selbstschutz geht der Betroffene in ein rigides Schwarz-weiss-Denken über.

 

Gesundheitliche und psychosoziale Belastungen werden für andere sichtbar. Es treten psychosomatische Reaktionen wie in extremen Stresssituationen auf: Von der Schwächung der Immunreaktion über die Unfähigkeit zur Entspannung in der Freizeit, Schlafstörungen und Kopf- und Rückenschmerzen, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit und Gefühle der absoluten Sinnlosigkeit sind bestimmend.

 

Andere Quellen sprechen von folgenden Phasen:

 

Begeisterung & Idealismus; Erschöpfung; Depression; Aggressivität; Isolation, Totaler Zusammenbruch.

 
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